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Zweijähriger Vorab-Vergleich für die Geschäftsjahre 2025 und 2026(Concordato Preventivo Biennale CPB)

    1. Teilnahmeberechtigung
      Teilnehmen können:
      •Unternehmen und Freiberufler, deren Tätigkeiten einem ISA-Modell (Zuverlässigkeitsindex) unterliegen und für die kein Ausschlussgrund besteht.
      Nicht teilnehmen dürfen u.a.:
      •Steuerpflichtige, die bereits dem CPB für 2024–2025 zugestimmt haben.
      •Steuerpflichtige, die im Jahr 2025 das Pauschalsystem (Regime Forfetario) anwenden.
      •Steuerpflichtige mit steuerrechtlichen Verurteilungen.
      •Steuerpflichtige mit definitiven Steuer- oder Sozialversicherungs-Schulden über 5.000 €.
      •Gesellschaften mit Umstrukturierungen oder Gesellschafterwechseln, die zu einem Ausschluss führen.
    1. Ablauf des Verfahrens
      •Die Agentur der Einnahmen unterbreitet auf Basis der Vorjahresdaten einen Vorschlag zur Festlegung des Einkommens und der IRAP-Bemessungsgrundlage.
      •Der Vorschlag kann bis zum 30. September 2025 angenommen werden.
      •Die Annahme erfolgt über das Modell CPB, das auch unabhängig von der Steuererklärung übermittelt werden kann.
    1. Wirkungen und steuerliche Vorteile
      •Das vereinbarte Einkommen ist für IRPEF/IRES und IRAP bindend – auch bei tatsächlich geringerem Einkommen.
      •Der CPB hat keine Auswirkungen auf die Mehrwertsteuer (IVA).
      •Die Einkünfte, welche den vereinbarten Betrag übersteigen, sind jedenfalls steuerfrei
      •Der Mehrbetrag im Vergleich zum Einkommen 2024 kann auf Wunsch mit einer Ersatzsteuer besteuert werden.
    1. Zusätzliche Vorteile
      Die Teilnahme am CPB ermöglicht den Zugang zum ISA-Prämienregime, unabhängig vom tatsächlichen ISA-Wert, u.a.:
      •Erleichterungen bei der Kompensation und Rückerstattung von Steuerguthaben.
      •Ausschluss bestimmter Steuerprüfungen.
      •Keine Anwendung der Regeln für nicht operative Gesellschaften.
    1. Ausschluss, Beendigung und Verlust der Vereinbarung
      Der CPB kann auch nachträglich beendet oder aberkannt werden, z. B. bei:
      •Tätigkeitswechsel im Zweijahreszeitraum.
      •Eintritt in das Pauschalsystem (Forfetario).
      •Umstrukturierungen, z. B. Fusion, Spaltung, Übertragung von Unternehmensteilen.
      •Steuervergehen oder falsche Angaben.
      •Nicht fristgerechter Zahlung der vereinbarten Steuerbeträge.

    Falls für die Jahre 2025–2026 außerordentliche Vorgänge geplant sind, sollte dies bei der Entscheidung über die Teilnahme am CPB berücksichtigt werden.

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